Beschäftigung, Sozialpolitik, Gesundheit und Verbraucherschutz
Andere

Lydia Mutsch beteiligte sich am European Health Forum Gastein in Österreich

01-10-2015 / 02-10-2015

Die Ministerin für Gesundheit, Lydia Mutsch, nahm an der jährlichen Konferenz des European Health Forum Gastein am 1. und 2. Oktober 2015 in Bad Hofgastein, Österreich, teil. Diese 18. Ausgabe des Forums, die unter der Thematik „Securing Health in Europe: balancing priorities, sharing responsibilities“ stand, war eine Begegnung der wichtigsten Akteure im Bereich der öffentlichen Gesundheit, einschließlich politischer Entscheidungsträger sowie Vertretern der Europäischen Kommission, des Europäischen Parlaments, der Weltgesundheitsorganisation und wichtigen Akteuren der Zivilgesellschaft, um über aktuelle Themen der letzten Monate zu diskutieren. Im Vordergrund der Debatten standen vor allem die Flüchtlingskrise und die Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Zugang zu neuen innovativen Arzneimitteln: zwei Themen, die auch zu den Prioritäten des luxemburgischen EU-Ratsvorsitzes gehören.

Lydia Mutsch beim European Health Forum Gastein
Ministerium für Gesundheit

In der Gegenwart des EU-Kommissars für Gesundheit, Vytenis Andriukaitis, und ihres lettischen Amtskollegen, Guntis Belevics, betonte Lydia Mutsch vor einem breit gefächerten Publikum, dass „die Investition in die Prävention eine unerlässliche Voraussetzung ist, wenn wir unseren Patienten ein finanziell tragbares Gesundheitssystem, das auf den europäischen Werten der Universalität, der Solidarität und des gleichberechtigten Zugangs zu einer qualitativ hochwertigen Gesundheitsversorgung beruht, garantieren wollen.“ Nach Meinung der luxemburgischen Ministerin sei der Zugang zur Gesundheitsversorgung für Migranten ein grundlegendes Menschenrecht. Die Mitgliedstaaten der Union würden die Verantwortung dafür tragen, den spezifischen gesundheitlichen Bedürfnissen der Migranten gerecht zu werden, bei gleichzeitigem Erhalt eines hohen Niveaus der nationalen Abdeckung.

Das Forum bot der Ministerin zudem die Gelegenheit, die wichtigsten Themen und die nächsten Tagungen des Ratsvorsitzes im Bereich der Gesundheit ausführlicher vorzustellen. In diesem Zusammenhang argumentierte sie, dass sich die Mobilität der Patienten innerhalb der Europäischen Union an der Bereitstellung qualitativ hochwertiger Informationen über die Rechte der Patienten und die Modalitäten für deren Ausübung messe. Die politischen Entscheidungsträger müssten stärker grenzüberschreitend zusammenarbeiten und die Bedürfnisse der Patienten im Kontext der Entscheidungen betreffend die Organisation ihrer Gesundheitssysteme berücksichtigen (patient empowerment).

EU-Kommissar Andriukaitis beglückwünschte Luxemburg zu seiner kürzlich erklärten Unterstützung der Absichtserklärung Belgiens und der Niederlande, die darauf abzielt, ihre Kräfte bei den Verhandlungen mit der Pharmaindustrie über Arzneimittel zur Behandlung einiger seltener Krankheiten zu vereinen. „Der Vertrag von Lissabon hindert die Mitgliedstaaten nicht daran, stärker zusammenzuarbeiten“, betonte der EU-Kommissar.

Pressemitteilung des Ministeriums für Gesundheit

  • Letzte Änderung dieser Seite am 05-10-2015