Beschäftigung, Sozialpolitik, Gesundheit und Verbraucherschutz
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Neues EURES-Netz - Rat gibt grünes Licht

02-12-2015

Am 2. Dezember 2015 billigte der Ausschuss der Ständigen Vertreter eine Vereinbarung mit dem Europäischen Parlament über die Wiedereinsetzung und Neugestaltung des bereits bestehenden EURES-Netzes (European employment services network).

Dank verschiedener Modernisierungsmaßnahmen ist EURES jetzt leistungsfähiger als zuvor. Das Portal wird zu einem zeitgemäßen Tool für Mobilität, das neueste IT-Technologien einsetzt und für jeden zugänglich ist.

„Diese neue Verordnung über die Wiedereinsetzung von EURES zeigt auf, welch große Bedeutung wir alle einer der Grundfreiheiten der europäischen Bürger und Bürgerinnen, nämlich der Arbeitnehmerfreizügigkeit, beimessen. EURES eröffnet neue Karrierechancen und trägt zur Senkung der Arbeitslosigkeit in der Europäischen Union bei“, erklärte Nicolas Schmit, Minister für Arbeit, Beschäftigung sowie Sozial- und Solidarwirtschaft.

Zielsetzung

EURES dient der Förderung der Arbeitnehmerfreizügigkeit innerhalb der EU, indem es einen stärker integrierten Binnenarbeitsmarkt ermöglicht. Alle Bürger und Bürgerinnen der EU profitieren von der gesamten Palette an bereitgestellten Diensten. Insbesondere sollen Menschen mit Behinderung einfacher Zugang zu den Diensten erhalten.

Das verbesserte EURES-Netz unterstützt Menschen bei der Überwindung von Mobilitätshürden, erhöht den Zugang zu Beschäftigungsmöglichkeiten innerhalb der EU und fördert die Schaffung von Arbeitsplätzen. Es trägt zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit bei, indem es dabei hilft, Angebot und Nachfrage am Arbeitsmarkt besser aufeinander abzustimmen.

Teilnahme an EURES wird ausgeweitet

Um allen Arbeitnehmern und Arbeitgebern einen bestmöglichen Service zu bieten, wurde die Gruppe von EURES-Mitgliedern und -Partnern erweitert. Private Arbeitgeberorganisationen können dem Netz beitreten und ihre Stellenangebote im Web-Portal zusammen mit denen der öffentlichen Hand veröffentlichen. Profitorientierte Einrichtungen müssen dem Portal alle Dienste wie Stellenangebote und Lebensläufe zur Verfügung stellen und Arbeitssuchende wie Arbeitgeber unterstützen, es sei denn, sie können gegenüber den nationalen Behörden belegen, dass sie nicht alle drei Dienste leisten können. Gemeinnützige Organisationen können aus den drei Optionen auswählen. Auch öffentliche Arbeitsverwaltungen werden alle Dienste anbieten und darüber hinaus sicherstellen, dass Nutzer ohne entsprechende IT-Kenntnisse auch offline auf die Informationen zugreifen können.

Des Weiteren gehören Gewerkschaften, Arbeitgeberorganisationen und andere am Arbeitsmarkt beteiligte Akteure dem Netzwerk an. Die Vertreter der Sozialpartner sind auf EU-Ebene sowie auf nationaler und grenzüberschreitender Ebene beteiligt.

Veröffentlichung von Stellenangeboten, Stellenbewerbungen und Lebensläufen

Das EURES-Portal wird alle öffentlich verfügbaren Stellenangebote, Stellenbewerbungen und Lebensläufe zusammenführen und so die Transparenz der verfügbaren Informationen erhöhen. Dies beinhaltet auch die Ausschreibung von Trainee-Programmen und Praktikumsangeboten auf Basis eines Beschäftigungsverhältnisses. Zur Qualitätssicherung und zum Schutz von Minderjährigen können Mitgliedstaaten Trainee-Programme oder Praktika mit einem Schwerpunkt auf Ausbildung allerdings ausnehmen.

Grenzüberschreitende Dimension

EURES spielt außerdem eine entscheidende Rolle bei der Bereitstellung von Informationen und Dienstleistungen zugunsten von grenznahen Arbeitgebern und Grenzgängern. Besondere Förderstrukturen werden dabei helfen, Grenzarbeitnehmern entsprechende Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen und so die Mobilität in den Grenzregionen fördern.

  • Letzte Änderung dieser Seite am 02-12-2015