Bildung, Jugend, Kultur und Sport
Andere

Schlussfolgerungen der europäischen Konferenz zum Thema „Family Learning – Bewährte Praktiken in ganz Europa“

22-10-2015 / 23-10-2015

Die europäische Konferenz „Family Learning: Bewährte Praktiken in ganz Europa“ wurde am 22. und 23. Oktober 2015 im Kulturzentrum Tramsschap in Luxemburg im Rahmen der Europäischen Agenda für Erwachsenenbildung und des EU-Ratsvorsitzes veranstaltet. Die Schlussfolgerungen der Konferenz werden hier veröffentlicht.

„Die als Lern- und Austauschforum konzipierte Konferenz brachte Verantwortliche und Akteure im Bereich Erwachsenenbildung sowie europäische Experten auf dem Gebiet ‚Family Learning‘ zusammen. Zahlreiche vielversprechende Ansätze wurden ermittelt, um Family Learning auf die Tagesordnung der Politik für die allgemeine und berufliche Bildung zu setzen, Family Learning auf nachhaltige Weise umzusetzen und Praktiken zu entwickeln, die den Bedürfnissen und der Viel­fäl­tig­keit der Familien gerecht werden.

Zu den wichtigsten dieser Ansätze zählen:

  • Die in den verschiedenen Ländern im Rahmen des Family Learning umgesetzten und evaluierten Maßnahmen haben bewiesen, dass es möglich ist, den Teufelskreis der Weitergabe von schlechter Lese- und Schreibfähigkeit und schulischem Versagen von einer Generation zur anderen zu durchbrechen, indem eine Lernkultur in den Familien entwickelt wird.
  • Um Family Learning als Schlüsselelement einer lebenslangen Lernstrategie weiterzuentwickeln, bedarf es der Festlegung eines europäischen Rahmens, der die Länder zum Handeln anregt, Ressourcen zur gemeinsamen Nutzung bereitstellt und bewährte Praktiken aufwertet.
  • Um Family Learning auf eine nachhaltige Weise umzusetzen, ist eine territoriale, interministerielle und interinstitutionelle Zusammenarbeit erforderlich: ‚Réunir pour mieux agir‘ (Zusammen besser handeln).
  • Zu diesem Zweck ist es wichtig, die Akteure zu sensibilisieren, die Entscheidungsträger zu beraten und Family Learning in die Erstausbildung und Fortbildung der pädagogischen Fachkräfte zu integrieren.
  • Die Praktiken des Family Learning basieren auf einem generationsübergreifenden Ansatz, definieren Familie im weiteren Sinn und beruhen auf einer Haltung des Respekts, der Toleranz und der Aufgeschlossenheit gegenüber den Eltern: ‚Parents Partenaires en Éducation‘ (Eltern als Bildungspartner).
  • Die angebotenen Maßnahmen müssen flexibel sein und an die Verfügbarkeit und die Sprachkompetenzen der Familien angepasst werden. Sie sollen die Kompetenzen der Eltern stärken und aufwerten.“
  • Letzte Änderung dieser Seite am 28-10-2015