Wirtschaft und Finanzen
Treffen mit Drittländern

Der luxemburgische Finanzminister, Pierre Gramegna, vertrat die Europäische Union auf dem G20-Treffen in Ankara am 4. und 5. September 2015

04-09-2015 / 05-09-2015

Pierre Gramegna nahm am 4. und 5. September 2015 am Treffen der Finanzminister und Zentralbankpräsidenten der G20 in Ankara teil. Dort vertrat er die Europäische Union an den Seiten von Pierre Moscovici, EU-Kommissar für Wirtschaft und Finanzen, Steuern und Zollunion, und Mario Draghi, dem Präsidenten der EZB. Es war das erste Mal, dass ein luxemburgischer Finanzminister an einem G20-Treffen teilnahm.

Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs der G20 in Ankara, am 4. und 5. September 2015 - Familienfoto
Anadolu Agency

Die Minister analysierten vor allem die Weltwirtschaftslage und die Wachstumsperspektiven in einem volatilen makroökonomischen Umfeld. Im Zuge der Debatten betonte Pierre Gramegna, dass „produktive und effiziente Investitionen in die Infrastrukturen im öffentlichen und privaten Sektor wesentliche Motoren zur Förderung des Wachstums sind“. Der Minister hob die Initiative der EU zur Einrichtung des im Juncker-Plan vorgesehenen Fonds für strategische Investitionen hervor, der ab sofort in Kraft tritt. Er vertrat die Auffassung, dass es sich hierbei um eine wichtige Initiative zur Ankurbelung der europäischen Wirtschaft handele, die das vor der Krise 2008 bestehende Investitionsniveau immer noch nicht wieder erreicht habe. Er versicherte seinen Kollegen, dass Luxemburg „im Zuge des Ratsvorsitzes zusammen mit der Europäischen Kommission und der EIB für eine effiziente Umsetzung dieses Plans sorgen wird“. Im selben Zusammenhang verwies der Minister auf „die Initiativen des luxemburgischen EU-Ratsvorsitzes zur Förderung des Zugangs der KMU zu den Kapitalmärkten“.

Die G20 nahmen ebenfalls die Fortschritte bei den Verhandlungen über das OECD-Projekt betreffend die Aushöhlung der Steuerbasis und die Gewinnverlagerung (BEPS) zur Kenntnis, dessen Abschluss im Rahmen der Tagung von IWF und Weltbank im Oktober 2015 in Lima erwartet wird. Pierre Gramegna merkte hierzu an: „Durch diese neuen Vorschriften wird die Besteuerung gerechter und moderner. Dieser Erfolg wird die Steuerpolitik weltweit verändern.“

Neben weiteren Themen sprachen die Minister außerdem über die Probleme im Zusammenhang mit der Terrorismusfinanzierung, die Klimafinanzierung im Hinblick auf die COP21-Konferenz sowie über die besondere Situation der Entwicklungsländer.

Pierre Gramegna führte zudem bilaterale Gespräche mit dem Vize-Premierminister der Türkei, Cevdet Ylmaz, und dem Minister für Finanzen Mehmet Şimşek. Sie erörterten insbesondere die Lage der Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak sowie die bilateralen Beziehungen zwischen den beiden Ländern.

Mitteilung des Ministeriums für Finanzen

  • Letzte Änderung dieser Seite am 07-09-2015