Entwicklung - Bildung, Jugend, Kultur und Sport
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Konferenz „Kultur und Entwicklung: Hin zu einem strategischeren Ansatz der Kulturpolitik in den Außenbeziehungen der EU“.

03-09-2015 / 04-09-2015

Im Rahmen der luxemburgischen Präsidentschaft des Rates der Europäischen Union organisiert das Kulturministerium am 3. und 4. September 2015 im Trifolion in Echternach eine Konferenz zum Thema: „Kultur und Entwicklung: hin zu einem strategischeren Ansatz der Kulturpolitik in den Außenbeziehungen der EU“.

Ziel der Konferenz ist es, einen Überblick über die Art und Weise zu geben, in der Kultur und Entwicklung in wechselseitiger Beziehung stehen, die Zusammenhänge zwischen diesem Thema und dem umfassenderen Zusammenhang der Kultur in den Außenbeziehungen zu erhellen und die Frage des Zusammenspiels zwischen Politiken zu erläutern.

Die Kultur ist in der Tat ein unerlässlicher Bestandteil der Außenbeziehungen der Europäischen Union. Dieses Prinzip gilt bei der Europäischen Kommission und auch beim Europaparlament und beim Europäischen Rat seit der Veröffentlichung der Mitteilung zur europäischen Kulturagenda im Jahre 2007. Der Europäische Rat hat die Kultur als eine ihrer Prioritäten im Rahmen ihres Arbeitsplans 2015 -2018 fest geschrieben.

Ungeachtet dessen und trotz der Anstrengungen der europäischen Kulturminister, die positiven Auswirkungen einer verstärkten Berücksichtigung des kulturellen und des kreativen Bereichs zu unterstreichen, stellt eine umfassendere Integration der Kultur in die übrigen sektoriellen Politiken eine Herausforderung dar. Der Bereich der Außenbeziehungen der EU stellt hierbei keine Ausnahme dar, auch wenn sehr ermutigende Initiativen in diesem Bereich bereits in die richtige Richtung weisen. Die gemeinsamen Anstrengungen müssen jedoch noch mehr koordiniert werden. Es muss darüber nachgedacht werden, wie eine bessere Kohärenz geschaffen werden kann, um einen Synergie- und Ressourcenverlust zu vermeiden.

Diese Fragestellung und allgemeiner das Zusammenspiel zwischen Kultur und Außenbeziehungen der EU möchten die luxemburgische EU-Präsidentschaft in Angriff nehmen: ausgehend von den konkreten Aspekten der Kultur und der Entwicklung, wird es das Ziel sein, Schlussfolgerungen des Rates zu erarbeiten, die einerseits zu mehr Schlüssigkeit in den Entwicklungspolitiken beitragen und hierdurch andererseits gleichzeitig die Notwendigkeit eines strategischeren und ganzheitlicheren Ansatzes für die Kultur im Allgemeinen in den Außenbeziehungen der EU beitragen.

Die Konferenz wird sich mit mehreren Aspekten auseinandersetzen: Welche Auswirkung könnte der Beitrag der Kultur für die Umsetzung der zukünftigen nachhaltigen Entwicklungsziele (SDG) der Vereinten Nationen haben, die im Herbst 2015 beschlossen werden sollen; in welchem Maß trägt die Kultur als solche zu den Entwicklungsstrategien bei; in welchem Maß trägt sie als Schlüssel zum Erfolg und zur Nachhaltigkeit von Entwicklungsprojekten in anderen Bereichen bei und wie könnte eine verstärkte Kohärenz die positiven Auswirkungen der Interaktion zwischen Kultur und Entwicklung und darüber hinaus zwischen Kultur und Außenbeziehungen der EU verbessern?

In Beisein der Kulturministerin, Maggy Nagel, werden etwa dreißig Fachleute an der Konferenz teilnehmen. Darunter befinden sich Vertreter der Europäischen Kommission und des Europäischen Auswärtigen Dienstes (EAD), der Unesco, des Europarats, der nationalen Kooperationsstrukturen, der Kulturinstitute usw.

Verschiedene Ehrengäste werden ebenfalls anwesend sein und bei der Konferenz sprechen, darunter:

  • Romain Schneider, Minister für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Angelegenheiten
  • Tibor Navracsics, EU-Kommissar für Bildung, Kultur, Jugend und Sport
  • Silvia Costa, Präsidentin des Ausschusses für Kultur und Bildung des Europäischen Parlaments
  • Mário Lúcio Matias de Sousa Mendes, Kulturminister der Republik Kap Verde
  • Jorge Barreto Xavier, Kulturstaatssekretär von Portugal
  • Charles Goerens, Mitglied des Europäischen Parlaments
  • Marc Angel, Mitglied der Luxemburger Abgeordnetenkammer

Pressemitteilung des Kulturministeriums

  • Letzte Änderung dieser Seite am 01-09-2015