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Der luxemburgische Ratsvorsitz wurde offiziell mit einem „Europäischen Picknick“ im Stadtzentrum von Luxemburg und dem Besuch des Kommissions-Kollegiums eröffnet

03-07-2015

Die Bürgermeisterin der Stadt Luxemburg Lydie Polfer, der Präsident der Europäischen Kommission Jean-Claude Juncker, der Premierminister Xavier Bettel und Mars di Bartolomeo, Präsident der Abgeordnetenkammer
(c) eu2015lu.eu / Jean-Christophe Verhaegen
Der luxemburgische EU-Ratsvorsitz wurde am 3. Juli 2015 offiziell mit einem „Europäischen Picknick“ im Stadtzentrum von Luxemburg und dem Besuch des Kollegiums der Kommissionsmitglieder eröffnet. Auf der Place d'Armes und in den angrenzenden Straßen gab es ab 18.00 Uhr eine „Happy Hour“, bei der kulinarische Spezialitäten aus den 28 Mitgliedstaaten angeboten wurden, darunter spanische Tapas und Calamares, portugiesische Kabeljau-Krapfen oder britische „Fish and Chips“.

Um 18.30 Uhr erschienen die Mitglieder der Europäischen Kommission und ihr Präsident, Jean-Claude Juncker, auf dem Place d'Armes, wo sie von Lydie Polfer, der Bürgermeisterin der Stadt Luxemburg, und von Xavier Bettel, dem luxemburgischen Premierminister, begrüßt wurden.

Lydie Polfer wünschte dem luxemburgischen Ratsvorsitz und der Europäischen Kommission eine „glückliche Hand“, damit Europa ein „Synonym des Fortschritts und der Harmonie“ sowie „stärker und solidarischer“ werde. „Dies ist Ihre Stadt. Denn mit 69 % nicht-luxemburgischen Einwohnern ist die Stadt Luxemburg eine wirklich europäische Stadt“, so die Bürgermeisterin.

Xavier Bettel erklärte, dass „dies kein leichter Ratsvorsitz werden wird“. „Europa muss vereint bleiben“, fügte er hinzu. Er rief zu Solidarität auf und betonte, dass das europäische „Friedensprojekt“ „noch immer Realität“ sei.

Jean-Claude Juncker merkte mit einem Augenzwinkern an, dass es „genauso heiß wie in Athen“ sei. Er meinte, dass dieser luxemburgische Ratsvorsitz „genauso erfolgreich“ sein werde wie die elf vorhergehenden, da er „denselben Elan“ habe.

Nach diesen Reden stimmten Jugendchöre die europäische Hymne an. Trotz der Hitze bildeten sich vor den Ständen schnell Warteschlangen. Monique und René, ein Paar aus Luxemburg, kam, um sich die luxemburgischen Sonderbriefmarken „Ratsvorsitz“ am Stand der Post zu kaufen. „Ich hoffe, dass es dem Ratsvorsitz gelingen wird, ein positives Bild von Luxemburg im Ausland zu vermitteln“, so Monique, die erklärte, dass sie „stolz“ auf den Ratsvorsitz sei.

Der Großteil der Personen, die von unserem Team zu ihren Erwartungen an den Ratsvorsitz befragt wurden, nannten die Flüchtlingsproblematik und die Themen Griechenland („Grexit“) und Großbritannien („Brexit“). „Die Flüchtlingsproblematik muss oberste Priorität des Ratsvorsitzes sein“, meinte beispielsweise Gaëlle, die am Europäischen Gerichtshof arbeitet und einen französisch-belgischen Hintergrund hat. Dies wird allerdings nicht einfach sein, fügte der luxemburgische Jurist Claude hinzu, da „die Entscheidungen häufig von den Mitgliedstaaten getroffen werden“.

Frédéric, ein luxemburgischer Beamter, vertrat seinerseits die Ansicht, dass der luxemburgische Ratsvorsitz eine gute Gelegenheit für Luxemburg sei, um sich zu präsentieren.

  • Letzte Änderung dieser Seite am 04-07-2015